Männerkultur - Männerbildung - Männerarbeit

Seit einigen Jahren besuche ich Männergruppen. Diese Männerarbeit hat mein Leben sehr bereichert. In Erlangen ist meine "Stammgruppe" vom Institut für Integrative Therapie organisiert.

Mit den Männern meiner Forschungsreise 2014/15 treffe ich mich zweimal im Jahr. Dafür bin ich sehr dankbar.

Die Stationen auf Ihrer Forschungsreise berühren elementare Themen.

Termine und weitere Informationen für die nächste Forschungsreise 2017/18.

Die Forschungsreise ermutigt Männer, in das wilde Terrain ihrer Identität zu reisen und es wie in einer Expedition zu erforschen. Reisevoraussetzung ist der Mut, sich dem zu stellen, was viele „mannhaft" an schweren Lasten tragen.

Gemeinsam werden in der Männergruppe neue Wege bestritten, auf denen die einengende Festlegung auf das rein „Männliche" überwinden wird. Dafür aber lernen die Männer Ihre Männlichkeit als eine Grundlage Ihrer Identität zu begreifen, um sie auf möglichst viele menschliche Qualitäten hin zu erweitern und in einem spirituellen Kontext zu leben.

Ich finde, dass jeder Mann die Forschungsreise "Mannsein" im Hohenwart Forum bei Pforzheim bestreiten sollte. Viele erleben hier eine "zweite Geburt".

Eine schöne Veranstaltung ist auch das Bundesweite Männertreffen.

Weiteres zur Forschungsreise Mannsein

Quelle: Thomas Scheskat

Gemeinsam mit dem Psychologen und Körperpsychotherapeuten Matthew Speyer entwickelte Thomas Scheskat das Konzept für die Forschungsreise Mannsein, die 1990 erstmals durchgeführt wurde. Seither wurde das Konzept ständig weiter entwickelt und mit Erfolg in Seminarhäusern im Bundesgebiet und in der Schweiz angenommen.

Die einjährige Forschungsreise "Mannsein" ist eine Seminarreihe über 7 Wochenenden.

Die Männer begeben sich auf eine Forschungsreise in das eigene Mannsein, seine Geschichte, seine Gegenwart und seine zukünftigen Möglichkeiten.

Die Männer wollen eine lebendige Art des „Mann-Seins“ finden, statt die Mühen des „Mann-Tuns“ weiterzutreiben. Männlichkeit muss nicht immer wieder neu bewiesen, sondern mit eigenen Lebenswünschen gefüllt werden. Wie wäre es, männliche Identität wie ein „wildes Terrain“ zu sehen, das es per „Expedition“ zu erforschen gilt?

Männer brauchen Mut, um zu erkennen, wie sie mannhaft schwere Lasten tragen: Leistungszwänge, Liebesunfähigkeit, Konfliktangst, Mangel an Freundschaft oder allgemeiner Hass auf die Welt statt gezielter Opposition. Vieles davon erscheint uns zu sehr als persönliches Versagen. Zudem sind wir allein auf Grund der Tatsache, dass wir Männer sind und als Männer handeln, pauschalen Schuldzuweisungen ausgesetzt.

Wir wollen einengende Festlegungen auf das rein „Männliche“ überwinden. Andererseits ist es wichtig, Männlichkeit als eine Grundlage unserer Identität zu begreifen, um sie auf möglichst viele menschliche Qualitäten zu erweitern und in einem geerdeten spirituellen Kontext zu leben.

Zur Arbeitsweise

Wir arbeiten „körperorientiert“, d.h. wir setzen körpertherapeutische Methoden aus der Bioenergetik (Stand, Erdung), der Gestalttherapie (Rollenspiel, Phantasiereise), der Biodynamik (Massage, Vegetoarbeit) und rituelle Elemente ein. Es findet viel Begegnung und Austausch zu zweit und in der Gruppe statt.

Die Arbeit enthält therapeutische Elemente der tieferen Selbstwahrnehmung und begrenzter Prozessarbeit, ist aber keine Therapie. Die Teilnehmer müssen sich in der Lage fühlen, angeregte Prozesse „im eigenen Leibe“ nach den Treffen selbstverantwortlich zu gestalten. Methodische und theoretische Hintergründe

Die wichtigsten Hintergründe für die Körperorientierung unserer Arbeit sind die Erkenntnisse von Wilhelm Reich, der als Schüler von Sigmund Freud dessen Psychoanalyse nach eigenen Aussagen „vom Kopf auf die Füße stellte“. Seele, Körper und Geist sind demnach eine Einheit und spiegeln einander. Dies findet seine praktische Anwendung darin, dass oft versteckte Kräfte unseres Selbst über die Hinwendung zum Körper zugänglich werden. Fritz Perls (Gestalttherapie), Alexander Lowen (Bioenergetik) und Gerda Boyesen (Biodynamik) haben, von der Grundlage Wilhelm Reichs ausgehend, verschiedene Ansätze entwickelt, um das Abenteuer der Begegnung mit dem eigenen inneren Selbst anzuregen, zu begleiten und zu unterstützen.

Die wichtigsten Vorgehensweisen sind: die Beachtung des gesamten Körperausdrucks als Spiegel der Seele, die Befreiung des Atems als wichtigsten Pulsationsgenerator des Organismus, die Schulung des aufrechten Standes zur gegründeten Stellungnahme in der Welt, die Mobilisierung blockierter Beckenenergie zur Belebung der Lebenslust sowie Massagetechniken zum Erleben von Berührtheit und Gehaltensein. Daß der Atem als Grundelement einer religiös-spirituell erweiterten Lebenshaltung genutzt werden kann, wird ebenfalls erforscht.

Die Reisebegleiter :

Thomas Scheskat
geb. 1956, gelernter Bankkaufmann, Forstwissenschaftsstudium, Pädagoge M.A., Heilpraktiker Körpertherapie. Er arbeitet als Seminarleiter des Göttinger Instituts für Männerbildung, sowie als Stationsleiter im Niedersächsischen Landeskrankenhaus Moringen. Gemeinsam mit dem Psychologen und Körperpsychotherapeuten Matthew Speyer entwickelte er das Konzept für die Forschungsreise Mannsein, die 1990 erstmals durchgeführt wurde. Seither wurde das Konzept ständig weiter entwickelt und von vielen Männern im Bundesgebiet und in der Schweiz angenommen.
Ralf Minke
geb. 1962, Diplom Bauingenieur. Arbeitet als Dozent, Arbeitsbereichsleiter und Studierendenberater an der Universität Stuttgart. Absolvent der Forschungsreise 2011, seitdem mehrjährige Assistenz in der Forschungsreise Mannsein und zum begeisterten »Männerarbeiter« entwickelt.

Termine und Themen:

Einführungsseminar:
28. bis 28. Januar 2018: Aggression und Hingabe (unverbindliche Einführung)
Hauptkurs
16. bis 18. Februar 2018   Vaterprinzip
20. bis 22. April 2018   Natur und Spiritualität
4. bis 6. Mai 2018   Sexualität und Lebenslust
6. bis 8. Juli 2018   Ringen um Identität
14. bis 16.September 2018   Das Ritual
16. bis 18.November 2018   Abschluss, Abschied gestalten

Die Seminare beginnen jeweils um 18.30 Uhr mit dem Abendessen und enden am Sonntag gegen 14.00 Uhr nach dem Mittagessen.

Online Anmelden können Sie sich auf der Internetseite des Hohenwart Forums zum Seminar.

Kosten
(voraussichtlich):

Einführung:

180 € pro Person zzgl. 171 € Vollpension/DZ

Seminar:

1.370 €

zzgl.:

171 € Vollpension im DZ/Wochenende

EZ-Zuschlag:

18 € pro Person / Wochenende

Abschlussfestmenü:

45 € (all inclusive)

Finanzielle Engpässe sollten dazu ermutigen, mit den Reisebegleitern Kontakt aufzunehmen.

Veranstaltungsort:

Hohenwart-Forum
Schönbornstr. 25
75181 Pforzheim-Hohenwart
Tel.: 07234-60617
Fax: 07234-60646
e-mail: gerke@hohenwart.de.

In Kooperation mit:

Konzept
Göttinger Institut für Männerbildung und Persönlichkeitsentwicklung
Thomas Scheskat

Katholische Erwachsenenbildung Nördlicher Schwarzwald e.V.
Bozener Str. 40/1, 75365 Calw
Tel. 07051-70338, Fax 07051-70394
e-mail: info@keb-noerdlicherschwarzwald.de, www.keb-noerdlicher-schwarzwald.de

Logo der Männerarbeit

Evangelisches Männerwerk Württemberg
Jägerstraße 14-18, 70174 Stuttgart Tel. 0711-2068 257, Fax 0711-2068 345
e-mail: maennerwerk@elk-wue.de
www.maennerwerk.elk-wue.de